Zähle nicht die Tage / Traumbild
„Zähle nicht die Tage, Tochter, zähle nicht die Stunden. Geh und kreuze Wege, lebe Leben und lege dich jenen zu Füßen, auf dass man sich zu den deinen legen kann, ohne Atem zu versiegen und Herzen zum Stillstand zu bewegen. Der Mensch sieht, um zu glauben. Glaube du, um zu sehen.“
Als ich erwache, reißt es an meinen Lidern. Ganz plötzlich weiß ich wieder, wo ich bin und hingehöre. Ich zögere nur den Bruchteil einer Sekunde, mein Körper mag dem angebrochenen Gedanken nicht im Ansatz folgen und so schreite ich an dich heran und besiegele diesen neuen Bund mit einer verhängnisvollen Umarmung. Du bist zu mir gekommen, Zeit, güldene, neues Jahr, neue Hoffnung, neues Leben, du schenkst dich mir, du hast mich nicht vergessen, obwohl ich nie einen sehnsuchtsvollen Gedanken an dich richtete, mich immer nur an deine Brüder und Schwestern hing, mich an ihnen aufrieb und mich an sie verschwendete. Ich erhebe mich, begutachte ein letztes Mal die schönen, frischen Narben an meinem nackten Körper, blinzle wie ein Kind in eine neue Welt, die eine Welt, meine Welt, die mich einmal mehr nicht hat ziehen lassen, meine Porzellan-Geliebte, mein dreiköpfiges Ungetüm, du fleischfressende Erde. Ich setze einen Fuß vor den anderen und beherrsche den Pfad, nehme mir den Raum, bemächtige mich allem, was meine Augen umreißen. Allein unter deinem Joch kann ich aufrecht gehen. Jetzt bist du es: schwer mit mir behangen. Ein Gleißen – kein Blinzeln, gedankenlos. Dies ist kein Ende, dies ist der Anfang.
Als ich erwache, reißt es an meinen Lidern. Ganz plötzlich weiß ich wieder, wo ich bin und hingehöre. Ich zögere nur den Bruchteil einer Sekunde, mein Körper mag dem angebrochenen Gedanken nicht im Ansatz folgen und so schreite ich an dich heran und besiegele diesen neuen Bund mit einer verhängnisvollen Umarmung. Du bist zu mir gekommen, Zeit, güldene, neues Jahr, neue Hoffnung, neues Leben, du schenkst dich mir, du hast mich nicht vergessen, obwohl ich nie einen sehnsuchtsvollen Gedanken an dich richtete, mich immer nur an deine Brüder und Schwestern hing, mich an ihnen aufrieb und mich an sie verschwendete. Ich erhebe mich, begutachte ein letztes Mal die schönen, frischen Narben an meinem nackten Körper, blinzle wie ein Kind in eine neue Welt, die eine Welt, meine Welt, die mich einmal mehr nicht hat ziehen lassen, meine Porzellan-Geliebte, mein dreiköpfiges Ungetüm, du fleischfressende Erde. Ich setze einen Fuß vor den anderen und beherrsche den Pfad, nehme mir den Raum, bemächtige mich allem, was meine Augen umreißen. Allein unter deinem Joch kann ich aufrecht gehen. Jetzt bist du es: schwer mit mir behangen. Ein Gleißen – kein Blinzeln, gedankenlos. Dies ist kein Ende, dies ist der Anfang.
purity - 1. Jan, 19:20


