wenn eros
der dauernd in den zimmern huscht
hunger bekommt
kauft er sich immer drei pfund reis
bei den geißleins
es sind sieben
es sind nicht mehr
die mutter ist ausgebrochen noch vor der zeit
es sind sieben
das weiß auch die salzburgerin
die schöne
die erfreuliche
die gutschreibende
die die prosa von thomas bernhard in den himmel
herumwirbelnde.
das weiß auch der eros
der jetzt sein tischtuch in die hand nimmt
sich fragt
warum habe ich nur eins
es dann aber auf den tisch legt und so entzückt davon ist
dass er es am liebsten aufessen möchte
ein kissen unterm arm
das ist jetzt die salzburgerin
sie klopft bei den geißleins
sie will drei pfund reis
es sind sieben
nicht sieben pfund nein
wenn sie drei will bekommt sie auch drei
sieben niemals
sieben bekommt höchstens der wolf
und auch nur wenn er betrunken ist
nein
die salzburgerin bekommt drei pfund reis
die geißleins sind sieben
eines versteckt sich in der wanduhr
wie dumm das ist
diesmal wirklich
aber es ist so eine angewohnheit
als würde ich es fressen kicherte die salzburgerin
und die anderen denken
bestimmt würde sie das auch tun und
schauen ihr lange nach
sie wissen dass ein vordach ein vordach ist
und dass es schwer ist immer
alles auseinanderzuhalten
wenn ein fabrikarbeiter nachhause will dreht er sich bestimmt nicht nach der fabrik um
die salzburgerin raucht
sie schaut in die welt die voller bäume ist
abgestorbene raupen erzählen sich am boden liegend ein leben ohne den aberwitz
des sterbens
sie begießen sich mit heißen tropfen
und verwandeln sich in blätter
die über den boden schweben
immer weiter
bis sie in der stadt herumfliegen
und trällern
und das soll schon alles gewesen sein
der eros lauscht ihnen
er spürt rauch in ihren stimmen
da muss die salzburgerin unter dem vordach stehen und auf eine errungenschaft warten
da zupft er sich das letzte haar von der nase
auf die zunge und schluckt es hinunter
und schon steht er neben ihr
mit schwarzen hosenanzug
und einem blechdach über den kopf
das wäre gar nicht nötig gewesen
er fragt sie nach diesem und jenen
schaut sie minutenlang an
während sie raucht und denkt
jetzt ist alles im eimer
dies ist ein privates weblog und wird von mir aus nicht-kommerziellen gründen geführt. alle auf dieser seite veröffentlichten texte und bilder sind, sofern nicht anders angegeben, das geistige eigentum der verfasserin und dürfen ohne ausdrückliche erlaubnis weder zu privaten noch gewerblichen zwecken verwendet werden (im speziellen alle in den rubriken "schaffen" und "photo.strip" abgelegten beiträge). die hier angegebenen links waren zum zeitpunkt ihrer erstellung okay, d.h. frei von illegalen inhalten, vom rest distanziert sich die betreiberin dieses weblogs... und so.
mail an: seltocgirl"at"yahoo"dot"de, irgendwo in österreich
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Online seit 670 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 7. Aug, 10:44
die salzburgerin
wenn eros
der dauernd in den zimmern huscht
hunger bekommt
kauft er sich immer drei pfund reis
bei den geißleins
es sind sieben
es sind nicht mehr
die mutter ist ausgebrochen noch vor der zeit
es sind sieben
das weiß auch die salzburgerin
die schöne
die erfreuliche
die gutschreibende
die die prosa von thomas bernhard in den himmel
herumwirbelnde.
das weiß auch der eros
der jetzt sein tischtuch in die hand nimmt
sich fragt
warum habe ich nur eins
es dann aber auf den tisch legt und so entzückt davon ist
dass er es am liebsten aufessen möchte
ein kissen unterm arm
das ist jetzt die salzburgerin
sie klopft bei den geißleins
sie will drei pfund reis
es sind sieben
nicht sieben pfund nein
wenn sie drei will bekommt sie auch drei
sieben niemals
sieben bekommt höchstens der wolf
und auch nur wenn er betrunken ist
nein
die salzburgerin bekommt drei pfund reis
die geißleins sind sieben
eines versteckt sich in der wanduhr
wie dumm das ist
diesmal wirklich
aber es ist so eine angewohnheit
als würde ich es fressen kicherte die salzburgerin
und die anderen denken
bestimmt würde sie das auch tun und
schauen ihr lange nach
sie wissen dass ein vordach ein vordach ist
und dass es schwer ist immer
alles auseinanderzuhalten
wenn ein fabrikarbeiter nachhause will dreht er sich bestimmt nicht nach der fabrik um
die salzburgerin raucht
sie schaut in die welt die voller bäume ist
abgestorbene raupen erzählen sich am boden liegend ein leben ohne den aberwitz
des sterbens
sie begießen sich mit heißen tropfen
und verwandeln sich in blätter
die über den boden schweben
immer weiter
bis sie in der stadt herumfliegen
und trällern
und das soll schon alles gewesen sein
der eros lauscht ihnen
er spürt rauch in ihren stimmen
da muss die salzburgerin unter dem vordach stehen und auf eine errungenschaft warten
da zupft er sich das letzte haar von der nase
auf die zunge und schluckt es hinunter
und schon steht er neben ihr
mit schwarzen hosenanzug
und einem blechdach über den kopf
das wäre gar nicht nötig gewesen
er fragt sie nach diesem und jenen
schaut sie minutenlang an
während sie raucht und denkt
jetzt ist alles im eimer