halb.wahrheiten (und)

Dienstag, 5. August 2008

that's what I say, it's not what I mean.

22:51
höllisch scharfes schwammerl-gulasch mit semmelknödel

00:13
ich häng mit dem kopf noch immer sonntag früh fest, dabei sollte ich mich eindeutig auf andere dinge konzentrieren. aber es ist faszinierend, wie sehr sich die dinge wiederholen und wie sehr ich mich selbst immer wieder für beherzte eigeninitiative lieben und verachten könnte. es war nicht an mir und doch. und ich habe gelernt, so absolut dämlich es sich anhört, diesmal habe ich verstanden, was das problem in diesem speziellen fall ist. profilneurose hin oder her. das mädchen mit den strahlend weißen zähnen. eine reiseeinladung. ich moralisch völlig korrekt (haha, nein, das bleibt nun so stehen) und irgendwie.. so angenehm, könnte es nicht immer sein? unbeschwert und sich trotzdem nicht in die augen sehen können. aber wozu auch? es ist gut, wie es ist. stroboskopblitze, g., ein dreckig-harmloses lächeln und: "in dem licht siehst du aus wie ein engel." ich kann auf meiner zunge stehen und diesmal, nur dieses eine mal bin ich froh darüber, auch wenn ich es ein wenig zögerlich hier hin schreibe: ich bin froh. ich habe absolut alles richtig gemacht.

3:11
meine schöne silberne tanne wurde umgefahren. das ist eine tragödie, eine echte.

Montag, 9. Juni 2008

savant

"bist du (..) angekommen?", fragte mich ein freund (ja, freund) kürzlich und ich schüttle langsam den kopf und flüstere: "nein."

Sonntag, 27. Januar 2008

nothing to anticipate

dramaturgie der unterlassung: nicht wieder gut zu machen ist nur all das unausgesprochene.

Dienstag, 25. Dezember 2007

you've got a light, you can feel it on your back

kommt und strahlt und strahlt so beinahe läuft bier aus dem gesicht und strahlt und sagt ich hätte zwei, zwei hätte ich - sagt nicht ruiniert, sagt nicht ausgebootet, sagt nicht traumatisiert oder gebrandmarkt, sagt nur, ich hätte zwei als spielte das eine rolle - und ich komm also nur in etwa drauf was und stell mich unwissend und bekomm gesagt du weißt schon, klar weißt du, noch immer weißt du, du weißt doch immer alles, erinnerst dich minutiös. und das tust du noch (aber das wird nicht gesagt). und sie steht dahinter und trippelt herum und wirft giftpfeile aus den augen und ich schiebe alles in ihre richtung und sage geh, geh, du siehst doch und ich strahle auch, nicht aus bierlaune, sondern sehe bestimmt weniger überzeugt und überzeugend strahlend aus, ich bin verdutzt (h., die vier sekunden, die lebensqualität, dieses sich-selbst-bloßstellen, was mir am meisten als beschreibung zusagt, auch wenn du noch immer nicht wirklich verstehst und ich noch immer nicht wirklich worte dafür habe) und weiß, dass dies etwas ist, das ich nicht hören wollte, nicht jetzt und nicht so und doch irgendwie stolze grinsekatze und mundwinkel oben und augenaufschlag wie im film, so wies sich gehört. manchmal bin ich dieser statist, dem ich zusehe, ich bin das nicht, ich sehe mich an und weil ichs nicht bin kann ich hinter meinem rücken lästern ohne mich danach ernsthaft mit mir auseinandersetzen zu müssen. ich hab nicht gesagt, das bin ich nicht mehr, das war da und damals, jetzt ist anders. ich hab mich umgedreht und mich daran erinnert, wie schlecht mir eigentlich war, nachdem ich den letzten schluck wasser genommen hatte, vorher.

Montag, 26. November 2007

unverhofft

.. ist eigentlich immer.

Freitag, 16. November 2007

u n f a m i l i a r

selten, aber manchmal wünsche ich mir vierteilung. der omnipräsenz wegen. so unvorteilhaft, so nützlich. insektenleben, nur mehr schlaf, der für säugetiere gerade eben nicht ausreicht.

x. hats, aber x. liebt nicht. y. hätts gerne, y. hats nicht. see i've got this soul. it's all fired up. die opfer sind sie nicht. die umstände sind die wirklichen opfer. die umstände würden sich totlachen, wenn sie nicht treten würden.

manche menschen fehlen noch nach jahren, auch wenn sie da sind, wohin man irgendwann ohnehin fällt. es geht ums hier sein. präsenz, fragezeichen. umgefallen. autistisch. gelähmt. filmriss. reue. verhaltenskreativ. schönschreiben.

vielen dank, es geht mir blendend. es geht heim. in die nächsten kleinen pfützchen, die man tag und tag vorsorglich mit gummistiefeln betritt und die trotzdem immer niedriger sind als die pfützen tief. immer wieder die frage, wer anfängt. wie lautet die antwort auf die frage: ich beginne nie? ich beende nicht? nein: ich auch nicht. also und eigentlich, aber! man tut es nie, man sagt es nur. ich explodiere lieber als zu implodieren. schwärend. ich mache es nur dieses eine mal anders, nicht ersticken, noch nicht jetzt.

kein trauma, eher späte erkenntnis, überbehütet. es kostet mich jahre, nein: es schenkt. besser spät. besser immerhin. c. ist zurück. c. gehört zu denen, wie wissen. die die wissen, wissen alles.

Fatalismus und verlogene Verlorenheit ist in diesen Tagen ein schöner Trenchcoat, der nichts kaschiert. Ein altbekannter Film-Noir.

es schwingt ja auch niemand den besen in meinem kopf. ich fühle, ich bin noch immer dieselbe, die dasselbe fühlt.

Sonntag, 19. August 2007

notiert

nicht so geschmacklos, aber ebenso absurd.

tagesverfassung. >?

Freitag, 13. Juli 2007

rock'n'roll'n'poetry

11.07.07., 11:35 MEZ, An: seltocgirl"at"yahoo"dot"de

"beständig selbstentfremdetes rock'n'roll-schweigendes blondverführerisch-abwesendes rotlippenaugenmusengeschöpf"

+ »mehr rock'n'roll«


freitag, der 13.07.07, 20:36 MEZ, generelles befindlichkeitsprotokoll:

es geht mir immer noch gut.

Freitag, 25. Mai 2007

You're a truth freak with a lie

i'll tell you what: i'd get up if I knew I fell

Donnerstag, 30. November 2006

aus dem nähkästchen II

ich und die liebe und das mitleid

ich hatte gestern eine eingebung (ha!), die sich in einer frage manifestiert hat, die ich mir schon viel früher hätte stellen sollen: kann man liebe und mitleid miteinander verwechseln? ich bin ein wirklich unausstehlicher, nachtragender, zorniger, ungerechter mensch, wenn man um meine gefühle würfelt. verletzter stolz (jaja, ich weiß, ich spuck aus) bringt mich irgendwann einmal um, dachte ich.. aber das schlimmste (ich bin doch ein sensibelchen) sind verletzte gefühle. und jetzt bin ich um die erfahrung reicher, dass ich trotz ewigem hick-hack und vielen bösen worten (die gestern den vorläufigen höhepunkt erreicht haben) nicht verletzt sein kann. ich bin nachgiebig, kehr alles vor die tür, schaffe es nicht, zu hassen, was ich zu lieben wähnte. natürlich hätte ich mir schon viel früher überlegen müssen, ob man denn liebt, wenn man darüber nachdenken muss. ich hab kürzlich einen wundervollen satz in einem buch gelesen: ich suche einen mann, der mich erlöst. keinen, der mich rettet. einen erlöser.

ich glaube, im grunde bin ich nur ein bisschen traurig wegen des gedanken nicht zu wissen, ob ich jemals erfahren werde, wie es ist zu lieben. so, wie ich es möchte: bedingungslos.

und jetzt werd ich die klappe halten. versprochen.
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Zuletzt aktualisiert: 7. Aug, 10:44

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